Kategorie: Zeitgenössische Literatur

Anne Prettin – Die vier Gezeiten

In Anne Prettins „Die vier Gezeiten“ geht es um die Familie Kießling auf der kleinen Nordseeinsel Juist, deren Familiengeheimnisse durch das Auftauchen einer wohl der Familie zugehörigen jungen Frau nach und nach aufgedeckt werden. Zunächst einmal gefällt mir der Schreibstil Prettins sehr gut. Sie legt eine tolle Ausdrucksweise an...

Ulla Mothes – Geteilte Träume

Durch die Herkunft und Geschichte meines Mannes habe ich mich in den letzten Jahren verstärkt mit der der Teilung Deutschlands und der DDR befasst und freue mich deswegen, dass ich „Geteilte Träume“ von Ulla Mothes vorab lesen durfte. Morgen erscheint der Roman im Verlag Bastei Lübbe. Das Buch handelt...

Romalyn Tilghman – Die Bücherfrauen

Morgen erscheint die deutsche Übersetzung zu Romalyn Tilghmans „Die Bücherfrauen“ und ich durfte es vorab für euch lesen. Gehofft hatte ich auf ein Buch über die Liebe zu Büchern, die uns hier ja alle vereint. Das Thema Bibliotheken als Mittelpunkt eines Ortes zieht sich auch mehr oder weniger durch...

Bernhard Schlink – Olga

Eher schlicht und leise kommt Bernhard Schlinks „Olga“ daher. Das Covermotiv trifft es ganz gut, könnte tatsächlich die Romanfigur Olga zeigen, von hinten, mit Blick auf die unendlichen Weiten des Meeres. Der Roman ist in 3 Teile gegliedert, die das Leben der Protagonistin aus 3 Perspektiven schildern. Im ersten...

Meir Shalev – Zwei Bärinnen

Ich reise ja gerne in Form von Büchern in ferne Länder. Man erfährt so viel über eine Kultur, deren Lebensweise, deren Art zu denken, wenn man ein tolles Buch erwischt. Eines dieser absoluten Schätze ist „Zwei Bärinnen“ von Meir Shalev. Das Buch spielt in Israel und die Geschichte zieht...

Johann Scheerer – Unheimlich nah

In seinem autobiographischen Roman „Unheimlich nah“ beschreibt Johann Scheerer über seine Jugendzeit, die überschattet wurde von den Nachwirkungen der Entführung seines Vaters Jan Philipp Reemtsma. Nachdem sein Vater 1996 entführt wurde und heil wieder zurück zu seiner Familie kam, wurden entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen, sodass Scheerer in einem „Hochsicherheitstrakt“ wohnte...

Delphine de Vigan – Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

Heute erscheint im Dumont Buchverlag Delphine de Vigans Roman „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ als Taschenbuch. Es ist die Geschichte von zwei Menschen, die in ihrem Leben so nicht mehr weiterkommen. Mathilde hat nach dem Tod ihres Mannes wieder ins Leben gefunden und die Erziehung der 3...

Raphaela Edelbauer – DAVE

Ich dachte, das schlechteste Buch im Jahr hätte ich bereits hinter mir, aber leider wurde das noch von DAVE von Raphaela Edelbauer (Erscheinungstermin 23.01.2021) getoppt oder besser gesagt “gefloppt”. Die Idee, ein Buch über Künstliche Intelligenz und die Möglichkeit der Entwicklung eines Selbstbewusstseins einer Maschine zu schreiben, finde ich...

Cesarina Vighy – Mein letzter Sommer

Mit über 70 Jahren hat Cesarina Vighy ihren Debütroman geschrieben und damit einen großen Erfolg gelandet. Der autobiographische Roman „Mein letzter Sommer“ erzählt die Lebensgeschichte von Amelia von ihren Eltern, dem Aufwachsen in Venedig, ihrem Leben in Rom und am Ende auch von ihrer unheilbaren Krankheit. Vighy schreibt in...

Guðmundur Andri Thorsson – In den Wind geflüstert

Es ist tatsächlich mein erstes isländisches Buch: Guðmundur Andri Thorsson „In den Wind geflüstert“. Optisch macht es schon mal was her, der Klappentext liest sich gut. Das erste Kapitel kommt dann mit voller Wucht, poetisch, leise, wie der Wind, spannend und sprachlich brillant daher. Eigentlich hat das Buch keine...