Kategorie: Belletristik

Pierre Jarawan – Ein Lied für die Vermissten

Nachdem mir Pierre Jarawans Roman „Ein Lied für die Vermissten“ empfohlen wurde, habe ich ihn nun endlich von meinem SuB befreit. Er erzählt darin die Geschichte von Amin, der als Waisenkind von seiner unnahbaren Großmutter erzogen wird. Nach einigen Jahren in Deutschland kehren die beiden in den Libanon zurück,...

Michael Brandner – Kerl aus Koks

Ich muss zugeben, ich habe mich ein bisschen in das Cover von Michael Brandners „Kerl aus Koks“ verliebt. Dieser kleine verschmitzt grinsende Junge, von Kohle bedeckt, ist das Sinnbild für eine Ruhrpott-Kindheit. Und genau solch eine erlebt der Protagonist Paul in den 50er und 60er Jahren: Fußballspielen mit den...

Ferdinand von Schirach – Nachmittage

Endlich gibt es wieder mal ein neues Buch von Ferdinand von Schirach. Mit „Nachmittage“ hat er den zweiten Essayband nach „Kaffee und Zigaretten“ veröffentlicht. Dass Ferdinand von Schirach erzählen kann, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Auch in seinem neuen Buch unterhält er uns mit seinem Erzähltalent und so fliegt...

Daniela Dröscher – Lügen über meine Mutter

Gewalt in der Familie muss nicht zwangsläufig körperlich sein. Psychische Gewalt kann mindestens genauso verheerend sein, wie Daniela Dröscher in ihrem autobiografisch angehauchten Roman „Lügen über meine Mutter“ eindrucksvoll zeigt. Ela wächst in einem kleinen Provinznest auf. Ihr Vater versucht groß rauszukommen und hält seine Frau klein, vor allem,...

Alex Schulman – Verbrenn all meine Briefe

Kann sich Wut über Generationen hinweg wie ein roter Faden durch eine Familie ziehen? Der schwedische Autor Alex Schulman stellt sich genau diese Frage in seinem neuen Roman „Verbrenn all meine Briefe“. Sein alter Ego Alex begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit seiner zerstrittenen Familie und rekonstruiert...

Nora Burgard-Arp – Wir doch nicht

Was passiert, wenn wir rechte Fundamentalisten an die Macht kommen lassen? Genau dieses Szenario hat Nora Burgard-Arp zum Schauplatz ihres Romans „Wir doch nicht“ aus dem unabhängigen Katapult-Verlag gemacht. Mathilda lebt in nicht allzu ferner Zukunft in Hamburg. Nachdem die LfD (Ähnlichkeiten zu bekannten Parteien bewusst gewählt) und deren...

Matthias Jügler – Die Verlassenen

Ist über die DDR nicht eigentlich schon alles erzählt? Vielleicht. Auf mich übt dieses Kapitel der Geschichte dennoch einen gewissen Sog aus, sodass ich Matthias Jüglers Roman „Die Verlassenen“ gar nicht erst auf meinen SuB wandern lassen, sondern gleich gelesen habe. Johannes wächst bei seinem Vater in Halle auf....

Dorthe Nors  – Rechts blinken, links abbiegen

„Rechts blinken, links abbiegen“ von Dorthe Nors ist nach Stine Pligaards „Meter pro Sekunde“ der zweite Roman einer dänischen Autorin, der durch ruhiges Tempo besticht und in dem es sich ums Autofahren lernen dreht. So ähnlich die Grundpfeiler der Story, so unterschiedlich sind die Protagnistinnen doch angelegt. Sonja ist...

Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse

Zum Filmstart von „Der Gesang der Flusskrebse“ habe ich mir doch noch schnell die Romanvorlage vorgeknöpft und als Hörbuch geholt. Um den Bestseller von Delia Owens ist man die vergangen drei Jahre ja kaum herumgekommen. Zum Inhalt muss ich dementsprechend nicht mehr viel sagen: Kya wird in jungen Jahren...

Nina Bouraoui – Erfüllung

»Die Liebe ist ein Raum, den ich verlassen habe und den ich erst wiederfinden muss.« Heute habe ich wieder mal ein Buch aus einem Indie-Verlag für euch: „Erfüllung“ ist der zweite Roman der französischen Schriftstellerin Nina Bouraoui, der bei Elster und Salis erscheint. »Die Hitze bremst den Lauf der...