Greta Herrlicher – Der Sommer, der uns blieb

Wow – was für ein wunderschönes Buch! Mich kann man ja mit schöner Gestaltung gut ködern und hier ist es wirklich gelungen: Das ruhige Cover, der passende Farbschnitt und die Illustration im Buch sind wirklich toll gemacht.
Entsprechend gespannt war ich auf den Inhalt. Britta, Martin und Pia treffen schicksalhaft nach 20 Jahren wieder aufeinander und versuchen den Bruch ihrer Kindheitsfreundschaft zu kitten. Dabei gibt es natürlich einige Geheimnisse zu lüften, Probleme in der Gegenwart und alte Gefühle keimen auf. Neben Liebe und Familie, Vertrauen und Freundschaft, werden auch Themen wie Demenz und Corona behandelt. Eigentlich viel Potential, um eine richtig gute Story draus zu machen…
Eigentlich – denn leider konnten mich weder der Plot, noch der Schreibstil oder die Figuren überzeugen. Vor allem letztere sind sehr blass und distanziert geblieben und ihre Handlungen wenig nachvollziehbar. Lediglich die Darstellung der Demenz und den Umgang damit fand ich schön und einfühlsam gelöst. Ansonsten plätschert der Roman in sehr kurzen Kapiteln und vielen Perspektiv- und Zeitwechseln dahin, ohne wirklich Spannung aufzubauen und ohne Tiefe zu erlangen.
Letztlich bleibt eine eher seichte Sommerlektüre mit ein paar nostalgischen Anmutungen in wunderschöner Aufmachung – also leider mehr Schein als Sein.
★★☆☆☆ 2,5/5
| Titel | Der Sommer, der uns blieb |
| Autor*in | Greta Herrlicher |
| Verlag | Vani Verlag |
| ISBN | 9783691690002 |
| Erscheinungstermin | 14.04.2026 |
| Seitenzahl | 320 Seiten |



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