Kategorie: Zeitgenössische Literatur

Rebekka Frank – Spiegelland

Mit „Spiegelland“ erzählt Rebekka Frank eine vielschichtige Geschichte über das Patriarchat, hässliche Gewalt und der Emanzipation daraus, über Identität und die unsichtbaren Fäden, die Generationen miteinander verbinden. Auf drei Zeitebenen erzählt sie die Geschichte von Aletta im 18. Jahrhundert, die den Widrigkeiten des Moors trotzt, von Cato, die 1999...

Abbas Khider – Der letzte Sommer der Tauben

Auch in seinem neuen Roman „Der letzte Sommer der Tauben“ nimmt uns Abbas Kider wieder mit in den nahen Osten, in ein unbenanntes Land, in dem gerade die Mudschahedin das Kalifat ausgerufen haben. Noah führt mit seinen Eltern und der schwangeren Schwester Suad bislang ein unbeschwertes Leben, seine größte...

Amanda Peters – Beeren pflücken

Amanda Peters erzählt in „Beeren pflücken“ eine leise, eindringliche Geschichte über Verlust, Identität und die Spuren, die ein verschwundenes Kind in zwei Familien hinterlässt. Der Grundgedanke des Romans ist stark und berührend, und die Thematik hat mich von Anfang an neugierig gemacht, nicht zuletzt auch wegen der vielen Empfehlungen...

Tommie Goerz – Im Schnee

Mit „Im Schnee“ gelingt Tommie Goerz ein stiller, eindringlicher Roman, der ganz auf laute Effekte verzichtet – und genau darin seine Kraft entfaltet. Im Mittelpunkt steht Max, ein eigenbrötlerischer, aber durch und durch sympathischer Protagonist, dessen zurückgenommene Erzählweise perfekt zum entschleunigten Tempo der Geschichte passt. Goertz schreibt mit großer...

Kira Mohn – Alle glücklich

Kira Mohn schaut gerne in die Abgründe des menschlichen Zusammenseins, so auch in ihrem neuen Roman „Alle glücklich“. Auf den ersten Blick sind die Holtsteins die perfekte patriarchale Familie: Mama Nina hat ihr Medizinstudium vor langer Zeit zu Gunsten der Kindererziehung aufgegeben, Vater Alexander ist Oberarzt und selten zuhause,...

Andreas Izquierdo – Über die Toten nur Gutes

Ich liebe ja den Erzählstil von Andreas Izquierdo, besonders die „Die Wege-der-Zeit-Trilogie“ hat mir sehr gut gefallen. Umso mehr habe ich mich auf sein neues Buch „Über die Toten nur Gutes“ gefreut, angekündigt als ein „Krimi mit Herz, Humor und Hund und warum der Tod nicht immer das letzte...

Vea Kaiser – Fabula Rasa

„Sie waren lieb, lustig, tratschsüchtig, und wenn man mit ihnen arbeitete, musste man sich um einiges sorgen, nur nicht darum, dass sie sich überarbeiteten.“ Wie schafft man es als Buchhalterin einem Hotel mehrere Millionen zu unterschlagen? Was nach Fiktion klingt, hat tatsächlich Wurzeln in der Realität, denn genau das...

Anna Maschik – Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

„WAS MIR DIE GROSSMUTTER NICHT ÜBER DEN KRIEG ERZÄHLT: Alles“ Sie fokussiert sich dabei auf die Frauen, die die Familiengeschichte prägen und – wenn auch eher unbewusst – ihre Eigenheiten an die nächsten Generationen weitergegeben. „Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten“ Ausgehend von dieser Redewendung aus...

Kristina Hauff – Schattengrünes Tal

Kristina Hauff nimmt uns in ihrem neuen Roman „Schattengrünes Tal“ mit in den idyllischen Schwarzwald. Doch als Daniela in Lisas und Simons Leben tritt, gerät die scheinbare Idylle ins Wanken. Während die Autorin im ersten Teil ihren Spannungsbogen aufs Äußerste spannt, flacht die Erzählung leider danach ziemlich schnell ab....

Ayelet Gundar-Goshen – Ungebetene Gäste

Ayelet Gundar-Goshen legt mit „Ungebetene Gäste“ einen Roman vor, der auf den ersten Blick wie ein spannendes Psychodrama wirkt: Ein tragischer Unfall, Schweigen, das zu einer falschen Beschuldigung führt, und eine Protagonistin, die zwischen Angst, Pflichtgefühl und moralischem Dilemma steht. Für mich jedoch blieb vor allem die Hauptfigur Naomi...