Chimamanda Ngozi Adichie – Americanah

Nach „Liebe Ijeawele“ war ich gespannt, was ich von Chimamanda Ngozi Adichie noch lernen konnte und habe mir ihren preisgekrönten Weltbestseller „Americanah“ ausgesucht.

Der Roman erzählt die Geschichte von Ifemelu und Obinze, die in Nigeria aufwachsen, sich verlieben, aber deren Wege sich nach Abschluss der Schule trennen. Während sich Obinze illegal in England durchschlägt, wandert Ifemelu in die USA aus, wo sie erstmals mit Rassismus aufgrund ihrer Hautfarbe konfrontiert wird.

Adichie hat einen tollen Schreibstil, ich war gefesselt von der Geschichte und konnte kaum aufhören, weiterzulesen. Der Roman gibt einem die Chance eine völlig neue Sichtweise auf die Welt zu gewinnen. Die Sicht einer Afrikanerin, die auswandert, die Erfahrungen, die man als Betroffener von Rassismus, Ausgrenzung und Vorurteilen macht. Die Sicht auf das Nigeria der 90er Jahre, die Perspektivlosigkeit, die zum Auswandern führt, für mich eine völlig andere Welt im Gegensatz zum privilegierten Deutschland.

Gerade jetzt, in Zeiten, in denen die Gesellschaft für die Themen Rassismus und Fremdenhass sensibilisiert wird, ist dieses Buch brandaktuell und kann sicherlich dazu beitragen, die Augen für Folgen, die durch Rassismus, aber auch Vorurteile und vielleicht einen nicht so ernst gemeinten Spruch entstehen, zu öffnen.

5/5

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