Bruce Schoenfeld – Althea Gibson

Wo sind die Tennisfans hier? Ist euch Althea Gibson ein Begriff? Ich bin weder Tennisfan, noch kannte ich Althea Gibson und um das zu ändern, habe ich Bruce Schoenfelds Biografie „Althea Gibson – Gegen alle Widerstände. Die Geschichte einer vergessenen Heldin“ gelesen.

Als erste Schwarze hat sie einen Grand Slam Titel gewonnen und hat den Weg zu einer diverseren Tennisbranche mitgestaltet. Aufgewachsen im New York der 30er Jahre wurde ihr Talent gefördert und nach und nach schaffte sie es, einen Fuß in die elitäre weiße Tenniswelt zu setzen und dort erfolgreich zu werden. An ihrer Seite dabei war Angela Buxton, ihre Doppelpartnerin im Tennis und Freundin fürs Leben.

Genau mit dieser Freundschaft beginnt da Buch und statt einer Einzelbiografie findet man vielmehr ein Portrait beider Damen. Dabei stört mich die einseitige, wenig einfühlsame Darstellung der beiden, die wenig Einblick in die Personen hinter den Tennisspielerinnen gibt. Zitiert werden größtenteils Gegnerinnen, für die sowohl Angela als Jüdin als auch Althea als Schwarze Außenseiterinnen waren. Überhaupt liegt der Fokus oft bei anderen Tennisgrößen der damaligen Zeit, statt sich auf die Protagonistinnen zu konzentrieren.

Mir fehlt außerdem ein roter Faden durch das Buch. Immer wieder werden Wiederholungen eingestreut, setzt die Handlung bei bereits Erzähltem erneut ein. Ergebnisse jedes noch so unbedeutenden Matches werden aneinandergereiht, statt sich dem Spiel und den Sportlerinnen zu widmen. Positiv bleibt ein Eindruck der Tenniswelt und der Gesellschaft der damaligen Zeit, die von Rassismus und Rollen- und Standesdenken geprägt war.

Sterne-Wertung: 2.0

TitelAlthea Gibson
Autor*inBruce Schoenfeld
VerlagHarper Collins Verlag
ISBN9783749902590
Erscheinungstermin21.09.2021
Seitenzahl416 Seiten

Link zur Verlagsseite: Althea Gibson

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