Klara Jahn – Das Lied des Waldes

Unter dem Pseudonym Klara Jahn beschäftigt sich Erfolgsautorin Julia Kröhn in ihrem Roman „Das Lied des Waldes“ mit dem Thema Waldwirtschaft.

Sie nähert sich dem Thema aus heutiger Sicht durch ihre Protagonistin Veronika, die ihr Elternhaus inklusive großem Waldstück verkaufen möchte. In einem zweiten Erzählstrang beleuchtet sie außerdem die historischen Hintergründe des Umgangs mit dem Wald im Mittelalter anhand der Geschichte von Anna Stromer, deren Vater die erste Papiermühle nördlich der Alpen gründete.

Während ich vor allem den geschichtlichen Teil rund um die Familie Stromer, Nürnberg, den Reichswald und die Waldwirtschaft im Allgemeinen sehr spannend und die Geschichte von Anna sehr interessant und authentisch finde, fehlt es dem Handlungsstrang um Veronika gerade an Authentizität. Ihre Handlungen sind im Verlauf des Romans immer weniger nachvollziehbar, die Geschichte um sie ist nicht stimmig. Auch die aktuellen Probleme in der Forstarbeit werden nur kurz angeschnitten und eher stereotyp dargestellt.

Klara Jahns Schreibstil lässt sich flüssig lesen und lebt von ihrer bildreichen Sprache. An einigen Stellen wurde es mir dann aber doch zu schwülstig.

Ich hatte mir so viel von dem Buch erhofft und war nach den ersten 100 Seiten noch sehr angetan, dann aber flacht die Geschichte zu sehr ab, um sich in einem abrupten, wenig nachvollziehbaren Ende in Wohlgefallen aufzulösen. Da war mehr drin.

Sterne-Wertung: 2.0

TitelDas Lied des Waldes
Autor*inKlara Jahn
VerlagHeyne Verlag
ISBN9783453273689
Erscheinungstermin21.03.2022
Seitenzahl384 Seiten

Link zur Verlagsseite: Das Lied des Waldes

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