Janine Adomeit – Vom Versuch einen silbernen Aal zu fangen

„Morgen wird alles anders oder jetzt ist auch schon egal.“

Janine Adomeit erzählt in ihrem Debutroman „Vom Versuch einen silbernen Aal zu fangen“ von zwei großen Chancen – für die Kneipenwirtin Vera, die selbst ihr bester Gast ist, und für das Örtchen Villrath, das durch die Wiederentdeckung einer Heilquelle die vielleicht letzte Ausfahrt vor dem Verfall anvisiert.

Die Beschreibungen des Städtchens und vor allem deren Bewohner sind so herrlich originell, ein bisschen überzeichnet, aber nie klischeehaft. Und dennoch konnte ich mich leider nicht ganz in die Protagonisten hineinversetzen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Bewohner, deren Leben mehr oder weniger mit dem der anderen verknüpft ist. Der Wechsel zwischen den einzelnen Personen bringt Schwung in die Handlung und verrät dem Leser immer ein bisschen mehr, als die Figuren selbst wissen.

Sprachlich bewegt sich das Buch auf sehr hohem Niveau. Man merkt, dass Janine Adomeit das Schreiben gelernt hat und dennoch übertreibt sie es mit der sprachlichen Finesse nicht.

Einen kleinen Wermutstropfen bildet für mich der Schluss, der mir zu plump für die ansonsten so subtile Handlung ausfällt.

Janine Adomeit liefert ein lesenswertes Debut ab, das vor allem sprachlich überzeugen konnte. Ich bin gespannt auf ihr nächstes Werk.

Sterne-Wertung: 4.0

TitelVom Versuch, einen silbernen Aal zu fangen
Autor*inJanine Adomeit
Verlagdtv
ISBN9783423282963
Erscheinungstermin23.07.2021
Seitenzahl432 Seiten

Link zur Verlagsseite: Vom Versuch, einen silbernen Aal zu fangen

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