Charly Hübner – Motörhead

Wenn einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler über eine der besten Bands der Welt ein Buch schreibt, kann es doch nur klasse werden, oder etwa doch nicht? In der KiWi Musikbibliothek ist der Band „Charly Hübner über Motörhead oder Warum ich James Last dankbar sein sollte“ erschienen und passend zur Lektüre gibt’s auch noch die Spotify-Playlist mit allen im Buch genannten Songs.

Während die ersten Klänge von Motörheads Overkill erklingen, saugt mich Hübners Geschichte sofort in ihren Bann. Denn der erfahrene Theaterschauspieler hat nichts weniger gewagt, als eine Reise durch seine musikalische Vergangenheit in Anlehnung an Goethes Faust zu ersinnen. Und so erkundet er mit dem Teufel höchstpersönlich, oder besser gesagt, einem der Teufel, warum er kein Schlagerfan wurde, sondern seine Seele an Lemmy Kilmister und seine „Motorköpfe“ verloren hat.

Ein bisschen Bandgeschichte fließt natürlich auch in den Text ein, aber eine klassische Biografie findet man hier nicht. Vielmehr ist es eine Liebeserklärung an eine Band und deren Musik, verpackt in ein kurioses Theaterstück. Eine Mischung, die meines Erachtens wie die Faust aufs Auge passt. Einzig die Szene [Achtung Spoiler: in der Hübner den Geist des verstorbenen Sängers trifft, war mir dann doch etwas zu viel des Guten].

Charly Hübner kann auch Schreiben – und wie! Für alle Motörhead-Fans ist dieses Buch ein absoluter Traum und dabei bitte unbedingt die Playlist mitanhören 🙂 Für alle, die es (noch) nicht sind, ist es ein kurioser Roadtrip in die Vergangenheit.

Sterne-Wertung: 5.0

TitelCharly Hübner über Motörhead
Autor*inCharly Hübner
VerlagKiWi Musikbibliothek
ISBN9783462001358
Erscheinungstermin07.10.2021
Seitenzahl176 Seiten

Link zur Verlagsseite: Charly Hübner über Motörhead

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