Kira Mohn – Alle glücklich

Kira Mohn schaut gerne in die Abgründe des menschlichen Zusammenseins, so auch in ihrem neuen Roman „Alle glücklich“.

Auf den ersten Blick sind die Holtsteins die perfekte patriarchale Familie: Mama Nina hat ihr Medizinstudium vor langer Zeit zu Gunsten der Kindererziehung aufgegeben, Vater Alexander ist Oberarzt und selten zuhause, Ben studiert und zockt den halben Tag und Emilia ist zum ersten Mal verliebt. Doch die Berührungspunkte der Familie sind kaum noch mehr als wortkarge Abendessen und Streitereien und so sieht auch keiner die wirklichen Probleme des anderen und Stück für Stück droht die Familie auseinanderzubrechen.

Einmal mehr schafft es Kira Mohn, ihren Finger in die Wunden zu legen. Sie hört nicht da auf, wo es unangenehm oder schmerzhaft wird, sondern erzählt schonungslos und dennoch stets einfühlsam und authentisch von den Problemen, den Schwachstellen, den dunklen Seiten des Lebens und das ohne den erhobenen Zeigefinger. Mit jeder Seite schafft es die Autorin den Lesenden mehr und mehr in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen und ganz nebenbei das eigene Leben zu hinterfragen.

Ich bin trotz der Dramatik der Ereignisse und der schweren Themen nur so durch den Roman geflogen und habe auf jeder Seite mit den Figuren mitgefiebert. Ganz große Leseempfehlung!

TitelAlle glücklich
Autor*inKira Mohn
VerlagHarperCollins Verlag
ISBN9783365010839
Erscheinungstermin27.01.2026
Seitenzahl288 Seiten

Das Buch gibt’s hier:

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