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Jan Weiler – Der Markisenmann

„Und mein Papa strahlte über das ganze Gesicht, trat auf mich zu, bremste sich wieder und sagte: »Aber klar. Zu zweit ist man schon mal doppelt so viel wie alleine.«“ Jan Weiler steht für Unterhaltungsromane mit urigen Figuren. Genau so einer ist auch „der Markisenmann“ in seinem neuen gleichnamigen...

Maxim Leo – Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Braucht es wirklich noch einen Wende-Roman? Wenn es um Maxim Leos „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ geht, dann unbedingt ja! Besagter Held heißt eigentlich Michael und hat durch seine Weichenstellung eine S-Bahn von der DDR in den Westen fahren lassen und damit 127 Menschen zur Flucht verholfen. Als ihn...

Till Raether – Treue Seelen

1986 Reaktorunfall in Tschernobyl, Deutschland geteilt in Ost und West – in dieses Setting hat Till Raether seinen Roman „Treue Seelen“ gesetzt. Ich bin genau in diesem Jahr geboren und habe mich gleich von der Geschichte angesprochen gefühlt. Achim zieht mit seiner Freundin Barbara nach Berlin, um ein neues...

Helga Schubert – Vom Aufstehen

Für ihre Erzählung „Vom Aufstehen“ hat Helga Schubert den Ingeborg-Bachmann-Preis 2020 gewonnen. Und ich behaupte: zu Recht! Das gleichnamige Buch mit weiteren Erzählungen von ihr erschien im März bei dtv. Die Sprachgewalt des Buchs ist atemberaubend. So still manche Kapitel daherkommen, so wortgewaltig schafft Helga Schubert eine Atmosphäre, der...