Tobias Moorstedt – Wir schlechten guten Väter

Endlich spricht mal ein Vater aus, was wohl die meisten Mütter denken! Journalist Tobias Moorstedt widmet sich in seinem Buch „Wir schlechten guten Väter – Warum Männer sich erfolgreich gegen Familienarbeit wehren – und warum wir das dringend ändern müssen“ einem ganz wichtigen Thema und das endlich mal von „der anderen Seite“.

Moorstedt schreibt über die Ungleichverteilung von Hausarbeit und Betreuung in Familien (Gender Care Gap), von immer noch flächendeckend vorherrschenden patriarchalen Strukturen in den meisten Familien und den Folgen für alle. Aber statt Ausreden zu finden, prangert er sich und seine Geschlechtsgenossen an, etwas zu ändern. Und das ist so immens wichtig, was er auch durch zahlreiche Studien, Zitate und Quellen belegt.

Ich bin wirklich begeistert, wie fundiert der Autor recherchiert hat und noch mehr, wie ehrlich er ist. Denn auch wenn es bereits einen gewissen Wandel gibt, ist es dennoch ein weiter, steiler Weg hin zur Gleichberechtigung. Und dass wir alle davon profitieren würden – Frauen wie Männer und unsere Kinder, steht fest. Auch der Frage, warum sich dann nicht mehr tut, widmet sich Moorstedt ausgiebig und findet sinnvolle Erklärungen, aber auch neue Wege aus dem Patriarchat.

Vielleicht schafft es mit Tobias Moorstedt ja ein Mann, die Männer und vor allem Väter, in der Politik wie im Privaten, wachzurütteln und für mehr Gleichberechtigung einzustehen. Ich jedenfalls ziehe meinen Hut vor ihm und sage DANKE.

Sterne-Wertung: 5.0

TitelWir schlechten guten Väter
Autor*inTobias Moorstedt
VerlagDuMont Verlag
ISBN9783832181772
Erscheinungstermin12.04.2022
Seitenzahl224 Seiten

Link zur Verlagsseite: Wir schlechten guten Väter

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