Nina Henning – Valerie geht

Unter ihrem Pseudonym „Nina Henning“ hat Inke Hummel ihren ersten Roman „Valerie geht“ veröffentlicht. Laut Klappentext ist der Roman mit „Pina fällt aus“ vergleichbar und handelt von der Single-Mom Valerie, die den Bus, um ihren Sohn aus der Kita abzuholen, verpasst und dann einfach losläuft.

Leider hat das bei mir offenbar falsche Erwartungen geweckt. Denn tatsächlich fällt Valerie als alleinige Bezugsperson nicht aus, sondern wir begleiten die Protagonistin auf ihrem Weg in ihrem Gedankenkarussell an einem einzigen Tag. Das wäre auch ok gewesen, aber eben jenes Suchen nach möglichen Diagnosen auf Instagram von ADHS bis Bipolarität und der negative Gedankenstrudel haben mich zusehends genervt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich sehr an die Bücher von John Strelecky erinnert, die mich so überhaupt nicht abholen konnten.

Valeries Geschichte fand ich stellenweise ziemlich hanebüchen. Zur Protagonistin habe ich bis zum Ende keinen Zugang bekommen, wenngleich ich natürlich etliche ihrer Struggles auch aus dem Alltag kenne. Noch weniger glaubwürdig und eigenartig fand ich die Nebenfiguren. Da blieb immer wieder nur die Frage: „Hä???“

Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Ich mochte die Ratgeber von Inke Hummel, ich finde das Thema wichtig, ich glaube, ihre Intention zu verstehen, aber ich habe das Buch tatsächlich nur fertiggelesen, weil ich Teil einer Leserunde war. Und ebendieses Ende lässt mich enttäuscht und auch ein bisschen wütend zurück. Aber hier möchte ich nicht spoilern.

TitelValerie geht
Autor*inNina Henning
VerlagFischer Verlag
ISBN9783758700699
Erscheinungstermin23.09.2026
Seitenzahl224 Seiten

Das Buch gibt’s hier:

Mehr von Inke Hummel auf meinem Blog:

Inke Hummel – Mein wunderbares schüchternes Kind

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