Benjamin Myers – Offene See

Hach, was soll ich da noch Neues schreiben? Offene See von Benjamin Myers dürfe ja den meisten bekannt sein und ich kann mich dem Groß der Rezensenten nur anschließen und in das Lob in den höchsten Tönen miteinstimmen.

Der 16-jährige Robert reist nach seinem Schulabschluss durch das Nachkriegs-England und macht eine unerwartete und ebenso folgenschwere Bekanntschaft mit der bereits betagteren Dulcie, die sein Leben für immer verändern wird.

Allein die Geschichte ist erfrischend anders. Die beiden Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, sind bis ins letzte Detail stimmig gezeichnet und absolut authentisch.

Myers Schreibstil ist außergewöhnlich. Obgleich er ruhig und besonnen schreibt, tragen seine Sätze die volle Bandbreite an Stimmungen und Bildern mit sich, ja sie sind geradezu poetisch, nie aber überkandidelt oder pathetisch. Der Erzählstil ist ruhig, dennoch baut sich immer Spannung auf und es entstehen keinerlei Längen, über die man sich quälen müsste.

Selten habe ich den letzten Seiten eines Buchs so traurig entgegengeblickt, mir gewünscht, die Geschichte und die Figuren des Buchs nicht zurücklassen zu müssen. Absolute Leseempfehlung!

Sterne-Wertung: 5

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