Christine Olderdissen – Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt

„Gendern ist […] das Bewusstmachen, wie männlich dominiert die deutsche Sprache ist […]. Und dann zu überlegen, wie können wir darin Frauen sichtbar machen?“

So definiert es Christine Olderdissen, Juristin, Journalistin und ehemalige Leiterin des Projekts „Genderleicht“ in ihrem gleichnamigen Buch aus dem Dudenverlag und ich finde die Definition ziemlich passend.

Natürlich geht die Autorin nicht nur auf die Sichtbarmachung von Frauen, sondern auch von anderen nichtmännlichen Personen ein. Zunächst erklärt sie die historischen Hintergründe der männerdominierten Sprache und des generischen Maskulinums, um dann die besten Formen des Genderns vorzustellen. Generell plädiert sie allerdings dazu, Genderstern und Co möglichst elegant durch neutrale Formulierungen zu umgehen.

Der Tonfall der Autorin ist wertschätzend und sachlich und sie möchte zwischen den Lagern vermitteln, um allen gerecht zu werden. Wer versucht, geschlechtergerecht zu schreiben, findet hier den optimalen Ratgeber mit vielen Beispielen, Vorschlägen und Tipps.

Was mich ein bisschen gestört hat, sind einige Wiederholungen, z. B. dass sich der Rat für deutsche Rechtschreibung nicht dazu durchringen kann, Regeln fürs Gendern aufzustellen oder anzuerkennen, was an zig Stellen erwähnt wird.

Sterne-Wertung: 5.0

TitelGenderleicht
Autor*inChristine Olderdissen
VerlagDuden Verlag
ISBN9783411756759
Erscheinungstermin17.01.2022
Seitenzahl224 Seiten

Link zur Verlagsseite: Genderleicht

Homepage Genderleicht

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