Sophie Schoenwald und Anita Schmidt – Lächeln gefunden

Bär ist gerade aus dem Winterschlaf erwacht und entdeckt in seinem Spiegelbild im Wasser ein Lächeln, von dem er nicht weiß, wem es gehört. Er macht sich auf die Suche nach dem Besitzer des Lächelns und bringt dabei ein Waldtier nach dem anderen zum Lächeln und lernt so, dass man ein Lächeln immer weiterschenken kann, ohne sein eigenes zu verlieren.

Die Geschichte ist kindgerecht erzählt, sodass meine fast 5-jährige Tochter ihr gut folgen konnte. Der Aufbau dabei ist typisch für eine Kindergeschichte, indem ein Tier nach dem anderen zum Bär kommt und sich so langsam ein Muster der Handlung ergibt und die kleinen Leser gemeinsam mit dem Protagonisten einen Lerneffekt haben.

Die Illustrationen sind sehr niedlich, ohne kitschig zu sein. Die einzelnen Seiten sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, wirken dabei aber keineswegs überladen oder unruhig.

Auf der letzten Seite befindet sich eine Bärenmaske zum Basteln. Wir haben das natürlich gleich ausprobiert und mit ein wenig Hilfe gelang es meiner Tochter. Unter einem angegebenen Link kann man sich noch einen Umschlag zum Basteln herunterladen. Schön fände ich es, wenn man dort auch die Vorlage für die Maske finden würde, da meine jüngere Tochter natürlich auch eine haben wollte. Ich habe dann kurzerhand meine Bastelkünste zur Schau gestellt und selbst eine aus braunem Karton gebastelt, die aber nicht ganz so gut ankam, wie das Original.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich wieder mal bei der Übersetzung. Während im Englischen die Bezeichnung der Tiere als Name gut klingt, vermisse ich im Deutschen die Artikel. Meines Erachtens würde beispielsweise der Satz „Kaum war Hase gutgelaunt davongehoppelt, schleppte sich Igel auf die Lichtung“ mit Artikeln, also „der Hase“ und „der Igel“ besser klingen.

Dennoch ist es eine lehrreiche Geschichte in einem schön bebilderten Buch und absolut lesenswert.

Sterne-Wertung: 4.5

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